Beverungen verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung im Investment Banking und im Bereich Infrastructure Equity. Zuletzt war er Managing Director und Head of CVC DIF Germany in Frankfurt. Zuvor bekleidete er leitende Positionen bei Rothschild & Co, UBS und Dresdner Kleinwort.
Infrastructure Equity als Wachstumsfeld
Die Besetzung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Infrastrukturinvestments innerhalb der MEAG. Antonia Jobke, CIO Alternative Assets und Geschäftsführerin der MEAG, bezeichnet Infrastructure Equity ausdrücklich als strategisches Wachstumsfeld. Dabei verweist sie sowohl auf den steigenden Anlagebedarf innerhalb der Munich-Re-Gruppe als auch auf die Nachfrage weiterer institutioneller Kunden.
MEAG verfügt in diesem Segment bereits über eine umfangreiche Investmentplattform. Seit 2010 hat der Asset Manager nach eigenen Angaben für Munich Re bei 36 Infrastrukturtransaktionen mehr als 3,5 Mrd. Euro Eigenkapital investiert. Der Ansatz ist langfristig als Buy-and-Hold-Strategie ausgerichtet und konzentriert sich auf Core- und Core+-Investments. Zu den Schwerpunkten zählen Energie, nachhaltiger Transport, digitale sowie essenzielle Infrastruktur.
Zuletzt war MEAG auch auf der Transaktionsseite aktiv. Im Juli erwarb der Asset Manager beispielsweise knapp 50% an einer Müllverbrennungsanlage in London. Bei der Transaktion hob MEAG insbesondere langfristig vertraglich gesicherte Erträge, eine geringe Abhängigkeit von allgemeinen Marktzyklen und das defensive Risikoprofil des Investments hervor.
Institutionelle Nachfrage nach Infrastruktur bleibt hoch
Für institutionelle Investoren bleibt Infrastructure Equity insbesondere aufgrund seines langfristigen Anlagehorizonts interessant. Planbare Cashflows, teilweise inflationsgebundene Erträge und eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen können Infrastruktur zu einem strategischen Diversifikationsbaustein machen. MEAG selbst nennt ein attraktives Rendite-Risiko-Profil, langfristige Planbarkeit und einen natürlichen Inflationsschutz als wesentliche Merkmale der Anlageklasse.
Gleichzeitig sorgt der enorme Kapitalbedarf für Energie-, Verkehrs- und digitale Infrastruktur für ein wachsendes Investitionsuniversum. Für Asset Manager mit Zugang zu großvolumigen Direkttransaktionen eröffnet dies zusätzliche Möglichkeiten, institutionelles Kapital in langfristige Real Assets zu lenken.
MEAG verwaltet aktuell rund 374 Mrd. Euro, davon 63 Mrd. Euro für private und weitere institutionelle Investoren außerhalb der Munich-Re-Gruppe. Mit der Verpflichtung Beverungens stärkt der Asset Manager damit einen Bereich, der sowohl für die Kapitalanlage der eigenen Versicherungsgruppe als auch für das Geschäft mit externen institutionellen Investoren weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.
MEAG holt Marcel Beverungen für Ausbau des Infrastructure-Equity-Geschäfts
Marcel Beverungen
