Der promovierte Jurist kommt von Julius Bär Deutschland, wo er zuletzt als Managing Director und Senior Advisor tätig war. Zuvor war Kotb über viele Jahre am Aufbau des Wealth Managements von Pictet & Cie. in Deutschland beteiligt.
Kotb verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Betreuung internationaler Unternehmerfamilien und komplexer Family-Office-Strukturen. Zu seinen bisherigen Schwerpunkten zählen unter anderem Spezialfonds, Estate Planning, Kreditlösungen sowie grenzüberschreitende Vermögenskonzepte. Bei FERI berichtet er an Michael Jänsch, Bereichsvorstand Wealth Management & Family Office.
FERI schafft Doppelspitze im Family Office
Mit der neuen Führungsstruktur will FERI das Family Office strategisch weiterentwickeln. Hintergrund seien insbesondere die komplexer werdenden Anforderungen großer Familienvermögen. Unterschiedliche Vermögensbestandteile, internationale Strukturen und generationsübergreifende Interessen müssten zunehmend in einer Gesamtstrategie zusammengeführt werden.
„Mit dem Aufbau einer Co-Head-Struktur stärken wir unser Family Office gezielt und schaffen zugleich die Grundlage für dessen weitere Entwicklung“, erklärt Dr. Marcel V. Lähn, Vorstandsvorsitzender sowie CEO und CIO von FERI.
Interessant ist dabei auch die Positionierung des Family Office an der Schnittstelle zwischen klassischer Vermögensverwaltung und institutionellem Investment Management. FERI will Methoden der institutionellen Vermögenssteuerung auf die Portfolios von Unternehmerfamilien übertragen.
Neben klassischen liquiden Assetklassen können deshalb auch Private Markets, Volatilitätsstrategien und globale Hedgefonds-Strategien Bestandteil der Vermögensstruktur sein. FERI verweist darauf, damit privaten Großvermögen Zugang zu einem Anlageuniversum zu ermöglichen, das traditionell stärker von institutionellen Investoren genutzt wird.
Institutionelle und private Vermögenssteuerung rücken zusammen
Die Ernennung Kotbs steht damit auch für eine Entwicklung, die im Family-Office-Markt seit einigen Jahren an Bedeutung gewinnt: Bei großen und komplexen Familienvermögen verschwimmen die Grenzen zwischen klassischem Private Banking und institutioneller Kapitalanlage zunehmend.
Gerade Unternehmerfamilien verfügen häufig über sehr unterschiedliche Vermögensbausteine – vom operativen Unternehmen über Immobilien und Direktbeteiligungen bis zu liquiden Wertpapierportfolios und Private-Markets-Investments. Entsprechend gewinnen Asset Allocation, Risikomanagement, Governance und langfristige Liquiditätsplanung an Bedeutung.
Für Asset Manager eröffnet diese Entwicklung zugleich einen attraktiven Markt. Große Familienvermögen fragen zunehmend Investmentlösungen nach, die früher vorwiegend institutionellen Anlegern vorbehalten waren. FERI kann dabei auf eine bereits ausgeprägte Alternatives-Plattform zurückgreifen: Gemeinsam mit MLP betreut die Gruppe nach eigenen Angaben mehr als 68 Milliarden Euro, davon über 18 Milliarden Euro in alternativen Investments.
Mit Kotb gewinnt FERI nun einen Manager, dessen bisherige Laufbahn stark von der Beratung großer und komplexer Privatvermögen geprägt ist. Die noch ausstehende Besetzung der zweiten Co-Head-Position dürfte zugleich zeigen, wie FERI die künftige Führungsstruktur seines Family Office konkret ausbalancieren will.
FERI holt Alexander Kotb von Julius Bär für Ausbau des Family Office
Dr. Alexander Kotb
