Foundation | Welcome

Menu


VEDRA baut Governance und Kapitalbasis für weiteres Wachstum im Pension Buy-out-Markt aus

Der deutsche Pension-Buy-out-Spezialist VEDRA Pensions stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Das Unternehmen erweitert seine Governance-Struktur, baut die operative Plattform aus und stärkt seine Kapitalbasis. Neuer Gesellschafter wird der internationale Investor One Investment Management (OneIM). Mit den Maßnahmen reagiert VEDRA auf die steigende Nachfrage nach Lösungen zur Übertragung von Pensionsverpflichtungen.

Tilo Kraus

Der Markt für Pension Risk Transfer gewinnt in Deutschland seit einigen Jahren kontinuierlich an Bedeutung. Viele Unternehmen suchen angesichts steigender regulatorischer Anforderungen, volatiler Kapitalmärkte und hoher administrativer Komplexität nach Möglichkeiten, Pensionsverpflichtungen dauerhaft aus ihren Bilanzen auszulagern. Während Buy-out-Modelle in Großbritannien bereits seit Jahren etabliert sind, befindet sich der deutsche Markt noch in einer vergleichsweise frühen Entwicklungsphase – mit entsprechendem Wachstumspotenzial.

Vor diesem Hintergrund erweitert VEDRA seine Unternehmensstruktur um vier spezialisierte Gremien. Künftig sollen ein Underwriting Committee, ein Risk & Compliance Committee, ein Asset Management Committee sowie ein Shareholder Committee die Bereiche Transaktionsprüfung, Risikomanagement, Kapitalanlage und strategische Unternehmensentwicklung begleiten. Nach Angaben des Unternehmens werden die Ausschüsse sowohl mit Vertretern der Gesellschafter als auch mit unabhängigen Experten besetzt, um die Governance weiter zu stärken.

Parallel dazu steigt One Investment Management als neuer Gesellschafter bei VEDRA ein. Die zusätzliche Kapitalbasis soll es dem Unternehmen ermöglichen, größere und mehr Pension-Buy-out-Transaktionen umzusetzen sowie die operative Plattform auszubauen. Finanzielle Details der Beteiligung wurden nicht veröffentlicht.

Im Zuge der Neuaufstellung verändert sich auch die Führungsstruktur. Mitgründer Christian Petersmann wechselt aus der operativen Geschäftsführung in das Shareholder Committee. Die operative Leitung verbleibt bei den Geschäftsführern Michael Christner und Tilo Kraus.

Nach Einschätzung vieler Marktbeobachter dürfte der deutsche Pension-Risk-Transfer-Markt in den kommenden Jahren weiter wachsen. Gründe hierfür sind unter anderem der Wunsch vieler Unternehmen nach Bilanzentlastung, die zunehmende Bedeutung von Kapital- und Risikomanagement sowie die demografische Entwicklung. Gleichzeitig nimmt das Interesse internationaler Investoren an spezialisierten Plattformen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung zu.

VEDRA gehört zu den Pionieren des deutschen Pension-Buy-out-Marktes und übernimmt seit 2016 Direktzusagen aus Unternehmensbilanzen. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen heute mehrere Tausend Versorgungsberechtigte und verfügt über eine zehnjährige Transaktionshistorie im Bereich der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen.