Das institutionelle Asset Management in Europa hat sich 2025 robuster entwickelt als der globale Markt. Während die weltweit von den 500 größten Vermögensverwaltern betreuten Assets under Management (AuM) um 4% auf den Rekordwert von 134,2 Billionen Euro zulegten, stiegen die für europäische institutionelle Investoren verwalteten Vermögen um 5,8% auf 12,2 Billionen Euro. Das geht aus unserer aktuellen Studie IPE Top 500 Asset Managers 2026 hervor.
Damit setzt sich ein Trend fort, wonach das europäische Institutionengeschäft trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds weiterhin als vergleichsweise stabiler Wachstumstreiber gilt. Zwar verlangsamte sich das Wachstum der globalen Asset-Management-Industrie gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr deutlich, dennoch erreichten die verwalteten Vermögen insgesamt einen neuen Höchststand.
Institutionelle Anleger bleiben verlässliche Wachstumssäule
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung institutioneller Investoren für die Branche. Während viele Asset Manager im Retail-Geschäft weiterhin unter Margendruck, regulatorischen Anforderungen und dem Wettbewerb passiver Produkte stehen, profitiert das institutionelle Segment von langfristigen Mandaten großer Investoren wie Pensionsfonds, Versicherungen, Versorgungswerken und Staatsfonds.
Insbesondere europäische Anleger verfolgen weiterhin langfristige Allokationsstrategien und sorgen damit für eine vergleichsweise hohe Stabilität der verwalteten Vermögen. Für Asset Manager bleibt der institutionelle Markt deshalb einer der attraktivsten Wachstumsmärkte.
Marktentwicklung verliert an Dynamik
Die aktuelle Studie zeigt allerdings auch, dass sich die Dynamik gegenüber dem Vorjahr spürbar abgeschwächt hat. Nach den außergewöhnlich starken Marktgewinnen im Jahr 2024 verlief das vergangene Jahr deutlich moderater. Höhere Zinsen, geopolitische Unsicherheiten sowie unterschiedliche Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten sorgten für ein anspruchsvolleres Umfeld.

Abb. 1: Europäische institutionelle AuM – Entwicklung seit 2015
Dennoch gelang es der Branche insgesamt, neue Höchststände bei den verwalteten Vermögen zu erreichen – ein Zeichen für die anhaltende Widerstandsfähigkeit des globalen Asset-Management-Sektors.
Europa behauptet seine Bedeutung
Für europäische Asset Manager ist insbesondere die Entwicklung der institutionellen Mandate von Bedeutung. Das Wachstum von knapp sechs Prozent zeigt, dass europäische Investoren trotz eines komplexen Kapitalmarktumfelds ihre strategischen Allokationen weitgehend beibehalten und ihre langfristigen Anlageprogramme fortsetzen.

Abb. 2: Top 10 Manager institutionelle Assets in Europa
Gerade Themen wie Private Markets, Infrastruktur, Private Credit sowie aktive Anlagestrategien gewinnen im institutionellen Geschäft weiter an Bedeutung. Gleichzeitig bleiben regulatorische Anforderungen, Nachhaltigkeit sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz wichtige Wettbewerbsfaktoren für die Branche.
Die vollständigen Ranglisten sowie zahlreiche Detailauswertungen veröffentlicht IPE jährlich im Rahmen der Studie Top 500 Asset Managers 2026.
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Im zweiten Teil am kommenden Montag beschäftigen wir uns mit der Entwicklung der globalen AuMs und auch der Frage, welche Rolle europäische Asset Manager auf dem globalen Parkett spielen.
Serie (1): IPE Top 500 Asset Managers 2026
