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Corestate: Gläubigerversammlung verabschiedet Plan zur Anleiherestrukturierung

Anleiheinvestoren stimmen mit großer Mehrheit für umfangreiches Sanierungskonzept

Die Gläubigerversammlungen der Corestate Capital Holding S.A. haben Anfangs dieser Woche mit großer Mehrheit den Vorschlag der Anleiheinvestoren verabschiedet und damit den Weg für eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens frei gemacht. Für den Fall der erfolgreichen Umsetzung der einzelnen Restrukturierungsmaßnahmen geht der Vorstand jetzt davon aus, dass ein Fortbestand der Gruppe bilanziell abgesichert werden kann.

„Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht und freuen uns über das erzielte Ergebnis, das Arbeitsplätze sichert und Stabilität ermöglicht. Die gesamte Gruppe hat mit dem heutigen Maßnahmenkonzept zur Entschuldung eine konkrete Perspektive erhalten. Vor allem besteht für unsere Kunden und Mitarbeitern jetzt wieder Planungssicherheit und Verlässlichkeit. Dies ist umso wichtiger, damit wir uns operativ voll auf die Herausforderungen und Chancen in dem anspruchsvollen Marktumfeld konzentrieren können“, sagt Stavros Efremidis, Vorstandsvorsitzender von Corestate, zur Entscheidung der Anleiheinvestoren.

Das Restrukturierungskonzepts sieht zunächst eine Stundung der fälligen Wandelschuldverschreibung bis April 2023 vor. Dies bilde laut Corestate eine stabile Basis für die Umsetzung der weiteren Kapitalmaßnahmen zur signifikanten Entschuldung und Stärkung des Eigenkapitals durch einen Debt-to-Equity-Swap. Weitere wichtige Eckpunkte der Beschlussfassung sind die Ergänzung des Konzernvorstands um einen Chief Restructuring Officer (CRO) und die Benennung zweier Vertreter der Anleiheinvestoren für den Aufsichtsrat.

Das Gesamtkonzept steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen und aufschiebenden Bedingungen. So muss unter anderem zur Durchsetzung der Kapitalerhöhung der Corestate-Vorstand zuvor entsprechend der außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Dezember 2022 ermächtigt werden. Neben der anteiligen Umwandlung der 200 Mio. Euro Wandelschuldverschreibung und der 300 Mio. Euro Anleihe in Eigenkapital sieht das Konzept die Ausgabe von zwei neuen Schuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 125 Mio. Euro und einer geplanten Laufzeit bis Ende Dezember 2026 vor. Im Zuge dieser konsequenten Rekapitalisierung werden Bilanzstruktur und Verschuldungsgrad der Gesellschaft wieder auf ein stabiles Fundament gestellt.

Die Transaktion wird rechtlich von den Sozietäten Weil, Gotshal & Manges LLP und Milbank LLP begleitet. Als Financial Advisor fungierten Rothschild & Co. und Houlihan Lokey.