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MSCI und UBS wollen Transparenz in Private Markets erhöhen

Die Daten- und Indexgesellschaft MSCI und die UBS haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um die Transparenz und Datenqualität in den privaten Kapitalmärkten zu verbessern. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der KI-gestützten Privatmarktplattform von MSCI, die institutionellen Investoren künftig einen effizienteren Zugang zu Daten, Analysen und Benchmarking-Lösungen bieten soll.

Die Initiative adressiert eines der größten strukturellen Probleme der Private Markets: Während institutionelle Investoren ihre Allokationen in Private Equity, Private Credit, Infrastruktur und Immobilien seit Jahren kontinuierlich ausbauen, gelten Datenverfügbarkeit, Performancevergleich und Transparenz nach wie vor als Schwachstellen gegenüber den öffentlichen Kapitalmärkten.

Genau hier soll die Zusammenarbeit ansetzen. MSCI bringt seine Expertise bei unabhängigen Daten, Analysen und Indexlösungen ein, während UBS ihre Erfahrung als einer der weltweit größten Limited Partner sowie aus den Bereichen Wealth Management und Asset Management beisteuert. Gemeinsam wollen beide Unternehmen eine Plattform schaffen, die Fondsauswahl, Portfoliomanagement, Benchmarking und Analyse in einem integrierten Ökosystem zusammenführt. Gleichzeitig sollen private und öffentliche Märkte stärker miteinander verknüpft werden, um konsistentere Investmententscheidungen zu ermöglichen.

Für institutionelle Anleger ist die Entwicklung vor allem deshalb interessant, weil die Professionalisierung der Dateninfrastruktur als wichtige Voraussetzung für die weitere Skalierung privater Kapitalanlagen gilt. Insbesondere Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke und Stiftungen erhöhen ihre Allokationen in Private Markets seit Jahren, sehen sich jedoch häufig mit heterogenen Reporting-Standards, eingeschränkter Vergleichbarkeit von Fonds sowie aufwendigen Due-Diligence-Prozessen konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund gewinnt der Einsatz künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung. Durch automatisierte Datenaufbereitung und standardisierte Analysen sollen Investoren künftig schneller auf vergleichbare Informationen zugreifen und Portfolios effizienter überwachen können. Gleichzeitig könnte eine stärkere Standardisierung dazu beitragen, die Vergleichbarkeit zwischen General Partners und einzelnen Fondsstrategien zu verbessern.

Auch strategisch unterstreicht die Partnerschaft die wachsende Bedeutung alternativer Anlagen im globalen Asset Management. UBS bündelte erst 2025 ihre Aktivitäten im Bereich alternativer Investments in der Einheit Unified Global Alternatives (UGA). Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 340 Mrd. US-Dollar zählt sie zu den weltweit größten Limited Partnern und dürfte die neue Plattform zugleich als Ankerkunde nutzen.

Die Kooperation fügt sich in einen breiteren Branchentrend ein. Datenanbieter investieren zunehmend in Technologien, die Transparenz und Standardisierung in den privaten Märkten verbessern sollen. Erst vor wenigen Wochen hatte MSCI seine Präsenz im Segment durch die Übernahme des Privatmarkt-Spezialisten First Street weiter ausgebaut. Die Partnerschaft mit UBS stellt nun einen weiteren Schritt dar, um eine einheitlichere Daten- und Analyseinfrastruktur für institutionelle Investoren zu schaffen.