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Umfrage: Krypto im institutionellen Portfolio – 43% der Befragten bereits investiert

Kryptowerte haben bei einem Teil der professionellen Investoren bereits Eingang in die Portfolios gefunden. Eine aktuelle Studie von nxtAssets zeigt allerdings deutliche Unterschiede zwischen bestehenden Investoren und bislang nicht engagierten Marktteilnehmern. Während Erstere häufig einen weiteren Ausbau planen, bleiben viele andere zurückhaltend. Als größte Hürden gelten Preisvolatilität und fehlende Bewertungsmodelle.

Kryptowerte sind bei einem Teil der institutionellen Marktteilnehmer inzwischen Bestandteil der Investmentpraxis. Das zeigt die aktuelle „Institutional Crypto Survey 2026“, die nxtAssets gemeinsam mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften durchgeführt hat. Für die Untersuchung wurden 51 Organisationen mit Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum befragt, darunter insbesondere Vermögensverwaltungen, Asset Manager und Family Offices.

Demnach sind 43% der befragten Organisationen bereits in Kryptowerte investiert. Weitere 20% beschäftigen sich grundsätzlich mit einem Einstieg, während das Thema für 35% derzeit keine relevante Rolle spielt. 2% waren in der Vergangenheit investiert, haben ihr Engagement inzwischen jedoch beendet.

Bestehende Investoren treiben die Entwicklung
Die größte Dynamik zeigt sich bei Organisationen, die bereits Kryptowerte im Portfolio halten. Von ihnen planen 40%, ihre Allokation innerhalb der kommenden zwölf Monate auszubauen. Weitere 10% sehen zusätzliche Investitionen innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre vor.

Unter den bislang nicht investierten Organisationen ist die Zurückhaltung dagegen deutlich ausgeprägter. Hier planen 79% derzeit keinen Einstieg. Die weitere Verbreitung von Kryptowerten dürfte damit zunächst stärker durch den Ausbau bestehender Positionen als durch eine breite Welle neuer institutioneller Investoren geprägt sein.

Als wichtigste Argumente für ein Engagement nennen die Befragten das Renditepotenzial mit 47%, die Möglichkeit zur Portfoliodiversifikation mit 45% sowie die Nachfrage von Kunden und Mandanten mit 41%.

Volatilität und Bewertbarkeit als größte Hindernisse
Die wesentlichen Vorbehalte betreffen weniger die technische Umsetzung als vielmehr die Bewertung der Anlageklasse. Auf einer Skala von eins bis fünf wird die Preisvolatilität mit durchschnittlich 3,5 Punkten als größte Herausforderung eingestuft. Fehlende Bewertungsmodelle und Fundamentaldaten folgen mit 3,4 Punkten. Regulatorische und steuerliche Unsicherheiten erreichen dagegen einen durchschnittlichen Wert von 2,7 Punkten.

Gleichwohl bleibt regulatorische Klarheit ein wichtiger Faktor für die weitere Marktentwicklung: 35% der Befragten nennen sie als Voraussetzung für einen Einstieg oder Ausbau. Weitere 27% wünschen sich einen längeren Track Record und eine höhere Marktreife.

ETPs als bevorzugter Zugangsweg
Bei der praktischen Umsetzung dominieren etablierte Kapitalmarktinstrumente. 62% der aktuell oder ehemals investierten Organisationen nutzen börsengehandelte Produkte wie ETPs oder ETNs. Externe Anbieter werden von 48% eingesetzt, während 38% auf eigene Infrastruktur und 33% auf Fondsstrukturen zurückgreifen.

Bei der Auswahl der Kryptowerte stehen Bitcoin und Ethereum klar im Vordergrund. 90% der aktuell oder ehemals investierten Organisationen nennen Bitcoin, 67% Ethereum. Knapp die Hälfte hat darüber hinaus Erfahrungen mit weiteren Kryptowährungen gesammelt.

Institutionelle Governance noch im Aufbau
Ein besonders interessanter Befund betrifft die organisatorische Verankerung. Lediglich 17% der bereits investierten Organisationen verfügen über eine spezifische formelle Krypto-Richtlinie. Bei weiteren 50% befindet sich eine entsprechende Regelung in Entwicklung oder wird intern diskutiert.

Allerdings wurde nicht gesondert untersucht, inwieweit Kryptowerte bereits durch bestehende Anlage-, Risiko- oder Compliance-Richtlinien abgedeckt sind.

Die Ergebnisse verdeutlichen damit eine zentrale Herausforderung: Während Kryptowerte bei einem Teil der professionellen Anleger bereits zum Investmentalltag gehören, sind ihre Einordnung in die strategische Asset Allocation sowie die zugehörigen Bewertungs- und Governance-Prozesse vielerorts noch nicht vollständig etabliert.

Zur Studie: Die Befragung fand zwischen April und Juli 2026 statt. Insgesamt nahmen 51 Organisationen teil, darunter 37% Vermögensverwaltungen und Asset Manager, 35% Family Offices und 18% Banken. Die Ergebnisse sind aufgrund der begrenzten, nicht repräsentativen Stichprobe nicht auf den gesamten institutionellen Markt übertragbar. nxtAssets ist Herausgeber der Studie und selbst Emittent börsengehandelter Krypto-Produkte.