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Kommalpha: Immobilienspezialfonds starten solide ins Jahr 2026

Der deutsche Markt für Immobilienspezialfonds ist mit moderaten, aber stabilen Mittelzuflüssen in das Jahr 2026 gestartet. Nach Auswertungen des Beratungsunternehmens Kommalpha verzeichneten Immobilienspezialfonds im ersten Quartal Nettozuflüsse von rund 1,3 Mrd. Euro. Damit entfielen rund 16% des gesamten Nettoneugeschäfts im Spezialfondsmarkt auf Immobilienstrategien.

Mit 652 Mio. Euro entfiel der größte Teil der Mittelzuflüsse auf den Januar. Im Februar und März verlangsamte sich das Neugeschäft auf 310 Mio. beziehungsweise 355 Mio. Euro.

Bemerkenswert ist dabei vor allem die Stabilität der bestehenden Mandate. Insgesamt flossen im Berichtsquartal rund 1,8 Mrd. Euro frische Mittel in Immobilienspezialfonds, sodass rund 73% der Bruttozuflüsse auch als Nettozuflüsse im Markt verblieben. Nach Einschätzung von Kommalpha deutet dies auf eine vergleichsweise geringe Umschichtungstätigkeit und eine weiterhin hohe Bindung institutioneller Investoren an ihre Immobilienmandate hin.

Erste Signale einer Stabilisierung
Auch der von Kommalpha entwickelte Capital Acquisition Inflow Progress Index (CAIPI) sendet vorsichtig positive Signale. Der langfristige Index stieg zum Ende des ersten Quartals auf 55,2 Punkte und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorquartal um 4,4 Punkte. Der Indikator misst die Entwicklung des Nettomittelaufkommens über mehrere Jahre und gilt als Gradmesser für die Vertriebs- und Investitionsstimmung im Markt.



Die Entwicklung ist insofern bemerkenswert, als der institutionelle Immobilienmarkt weiterhin unter den Folgen gestiegener Finanzierungskosten, rückläufiger Bewertungen in einzelnen Segmenten und einer insgesamt verhaltenen Transaktionsaktivität leidet. Während offene Immobilien-Publikumsfonds zuletzt wiederholt mit Mittelabflüssen und Bewertungsanpassungen konfrontiert waren, zeigen sich institutionelle Anleger im Spezialfondssegment deutlich stabiler.

Institutionelle Investoren bleiben langfristig orientiert
Aus Sicht institutioneller Investoren bestätigt sich damit ein Trend, der sich bereits in den vergangenen Quartalen abgezeichnet hat: Immobilien bleiben trotz des herausfordernden Marktumfelds ein wichtiger Bestandteil strategischer Asset-Allokationen. Insbesondere Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke und andere langfristig orientierte Anleger verfolgen bei ihren Immobilienengagements überwiegend einen Buy-and-Hold-Ansatz und reagieren deutlich weniger kurzfristig auf Marktbewegungen als viele Publikumsinvestoren.

Ob sich daraus bereits eine nachhaltige Erholung des Immobilienmarktes ableiten lässt, bleibt allerdings offen. Die weiterhin hohen Finanzierungskosten, unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der Nutzungsarten sowie die noch verhaltene Transaktionsdynamik sprechen dafür, dass institutionelle Investoren zunächst selektiv investieren und den Markt genau beobachten werden.

Die Analyse basiert auf Daten der Deutschen Bundesbank zum Stichtag 31. März 2026 und wurde im aktuellen „Immobilienspezialfondsmarkt Quarterly“ von Kommalpha veröffentlicht.