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Universal-Investment Umfrage sieht ESG-Strategien bei institutionellen Investoren fest etabliert

Die Befragung von rund 200 Investoren mit rund 170 Mrd. Euro Gesamtvermögen zeigt die gewachsene Bedeutung von ESG. Drei Viertel aller institutionellen Anleger verwenden demnach bereits nachhaltige Investmentstrategien.

Jochen Meyers

Professionelle Anleger aus Deutschland setzen immer mehr auf das Thema nachhaltige Geldanlage. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Umfrage Universal-Investments unter rund 200 professionellen Anlegern. Etwas mehr als drei Viertel (76%) der Großanleger verwenden Anlagestrategien, die die Aspekte Umwelt, Soziales und Unternehmensführung berücksichtigen (Environment, Social und Governance, ESG), während es bei den Fondsinitiatoren immerhin noch zwei Drittel sind.

Für beide Gruppen ist „Governance“ das zentrale Kriterium bei der Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen. Im Rahmen der aktuellen Regulatorik rund um Stimmrechtsausübung dürfte dies auch als Treiber für verstärkten Dialog mit Unternehmen hin zu einem nachhaltigeren Wirtschaften führen.

„Die Zahlen bestätigen die derzeit hohe Nachfrage und das Interesse der Anleger an ESG-Lösungen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse aber auch, dass die bereits geltende zweite Aktionärsrechterichtlinie ARUG II sowie die europäische Sustainable Finance Disclosure Regulation für Anleger zentrale Themen sind. Dabei wollen wir sie begleiten und aktiv unterstützen“, so Jochen Meyers, Head of Relationship Management Institutionelle Kunden bei Universal-Investment.

Ein klarer Fokus der Anleger liegt auf Ausschlüssen und ESG-Integration: Von den Befragten, die eine ESG-Strategie nutzen, verwenden 76% Ausschlüsse, 53% verwenden Forschungsergebnisse, Daten und weitere Erkenntnisse bei Anlageentscheidungen (ESG-Integration), 24% normbasiertes Screening, 20% Best-in-Class Ansätze und 18% nachhaltige Themenfonds. Die Nutzung dieser Verfahren unterscheidet sich zwischen institutionellen Investoren und Fondsinitiatoren dabei kaum. Im Schnitt werden zwei ESG-Strategien miteinander kombiniert. Am Häufigsten sind dies Ausschlüsse, die mit ESG-Integration, normbasiertem Screening und Best-in-Class gemeinsam eingesetzt werden.

In der Bewertung diverser ESG-relevanter Themen wie guter Mitarbeiterführung, Umweltschutz, regulatorischer Compliance oder Risikomanagement unterscheiden sich die institutionellen Anlegergruppen nicht signifikant. Einzig die Gruppe der Kirchen, Vereine und Stiftungen bemisst den Faktoren Umweltmanagement, Klimawandel, Menschenrechte und gesellschaftliches Engagement eine signifikant überdurchschnittliche hohe Wichtigkeit bei.

„ESG kommt immer mehr in den institutionellen Portfolios an und die Bandbreite der Strategien ist immens. Das sehen wir auch an der hohen Nachfrage von Fondsinitiatoren mit ESG-Profil. Als neutraler Plattformbetreiber sind wir der Co-Pilot unserer Partner, diesen Bereich weiterzuentwickeln und zum Beispiel mit Hilfe unseres ESG-Reportings mehr Transparenz zu schaffen. Dafür haben wir ein eigenes ESG-Office mit Nachhaltigkeitsspezialisten etabliert“, ergänzt Mathias Wilhelm, Head of Securities bei Universal-Investment.

Von den vom ESG-Office von Universal-Investment befragten Teilnehmern sind immer mehr in einer Finanzinitiative zum Thema Nachhaltigkeit aktiv, wie UN PRI oder dem Forum Nachhaltige Geldanlage. Universal-Investment engagiert sich in beiden dieser Initiativen, um im Dialog mit der Branche die Weiterentwicklung der nachhaltigen Geldanlage voranzutreiben.