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Kommentar: Quo vadis Dax?

Trotz Zittermonat „September“ konnte der Dax nach der Sommerpause deutlich zulegen und steht nun erneut auf Augenhöhe mit der 6.000-Marke.

Gerade die großen Standardwerte konnten dabei in den vergangenen Wochen zum Teil deutlich zulegen, während es bei den Nebenwerten höchstens seitwärts oder gar teilweise deutlich abwärts ging. Nachdem sich die Zeichen aus den USA mehren, dass der aktuelle Zinserhöhungszyklus tatsächlich abgeschlossen ist, steigt aktuell wieder die Aktieneuphorie an den Märkten, Ein größerer „Finanzunfall“ wie ihn die Fed in früheren Zyklen mit ihrer Zinspolitik oftmals verursacht hat, ist dazu noch nicht in Sicht. So scheint die bislang größte Gefahr für den Dax und die weltweiten Aktienmärkte derzeit also vom Tisch. Bleiben zudem die Rohstoffe auf gebremstem Kursniveau, spricht – abgesehen von nicht kalkulierbaren externen Schocks – aktuell wenig gegen einen weiteren Aufschwung bei den Standardwerten. So sind kurzfristig auch Dax-Kurse um 7.000 Punkten vorstellbar, die Liquidität dafür wäre in jedem Fall vorhanden.

Anders sieht es in einer längerfristigen Betrachtung aus. Spätestens im nächsten Jahr könnte die Konjunkturlokomotive USA tatsächlich in ein tieferes Loch fallen. Auch der Immobilienmarkt dürfte hier vermutlich seinen Teil dazu betragen. Offen muss hier zudem bleiben, inwiefern Regionen wie Europa dies kompensieren können. Miit einer längerfristigen Perspektive könnte ein (teilweiser) Abbau von Positionen in einem zunächst noch positiven Markt durchaus Sinn machen.

Der Kommentar der Woche spiegelt die persönliche Meinung von Frank Schnattinger, Chefredakteur von Institutional Investment, wieder. Er erscheint jeweils Online, auf <link http: www.institutional-investment.de>www.institutional-investment.de. Gerne würden wir Ihre Meinung dazu erfahren. Schreiben Sie an <link>

f.schnattinger(at)institutional-investment.de

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