Foundation | Welcome

Menu


Global Investor Confidence Index: Anlegervertrauen im Januar weiter gesunken

Der von State Street Global Markets berechnete Global Investor Confidence Index (ICI) ist im Januar auf 76,5 gesunken, das ist ein Minus von 3,2 Punkten gegenüber dem bereinigten Wert von 79,7 für den Monat Dezember.

Der ICI für Nordamerika fiel dabei um 3,4 Punkte auf 68,2, während der ICI für Europa von 109,4 auf 105,5 sank, das ist ein Rückgang um 3,9 Punkte. Der ICI für Asien stieg unterdessen um 4,8 Punkte auf 93,9.

Der Investor Confidence Index misst das Vertrauen bzw. die Risikobereitschaft der Investoren quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Anleger untersucht. Der Index weist Änderungen bei der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft bzw. das Vertrauen.

Ein Wert von 100 ist neutral; dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern. Der Index unterscheidet sich von umfragebasierten Maßnahmen dadurch, dass er sich nicht auf von institutionellen Investoren geäußerte Meinungen, sondern auf ihre tatsächlich getätigten Geschäfte stützt.

„Bezeichnenderweise ist das Vertrauen der europäischen Anleger weiter gesunken. Ähnlich wie bei der ersten Runde der Anlagekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) hat das Kaufversprechen eine ebenso große – wenn nicht sogar größere – Signalwirkung für die Anleger als die Kaufaktion selbst,“ so Michael Metcalfe, Leiter Global Macro Strategy bei State Street Global Markets.

„Derweil bedeutet der Stichtag für diese Messung (22.Januar 2020), dass die möglichen Auswirkungen der sich verbreitenden Ansteckung durch das neuartige Coronavirus auf die Stimmungslage in diesem Monat noch gar nicht erfasst werden.“