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Bekenntnis des Bundes zu Inflation Linked Bonds

Bis zu fünf Prozent der Bruttokreditaufnahme soll künftig über Linkers aufgenommen werden.

Am vergangenen Dienstag hatte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück angekündigt, dass Deutschland in der nächsten Woche erstmals Inflation Linked Bonds platzieren werde. Die erste Emission soll dabei nach Vorstellung der Bundesregierung ein Volumen von rund 5,5 Mrd. Euro haben. Die Laufzeit des Papiers soll bei 10 Jahren liegen. Insgesamt seien zwei bis drei Aufstockungen vorgesehen, um das Bondvolumen auf bis zu 15 Mrd. Euro zu bringen. „Wir wollen jedes zweite Jahr eine neue Emission bringen“, erklärte der Geschäftsführer der Finanzagentur Gerhard Schleif im Rahmen einer Pressekonferenz.

Zur Platzierung wurde ein Konsortium aus vier Investmentbanken beauftragt: ABN Amro, Barclays, BNP Paribas und Deutsche Bank. Bei Barclays und BNP handelt es sich dabei um ausgemachte Linkers-Spezialisten, die bereits in anderen Ländern entsprechende Platzierungen durchgeführt haben. Wenn das Instrument Inflation Linked Bond am Markt etabliert sei, so Jörg Asmussen, zuständiger Referatsleiter im Bundesfinanzministerium, könne die Anleihe dann aber auch über das normale Tenderverfahren platziert werden.

Zwar stehen Inflation Linked Bonds zunehmend auf der Agenda deutscher Investoren, doch wie an der Auswahl der Konsortialbanken unschwer zu erkennen ist, setzt der Bund insbesondere auf Nachfrage aus dem Ausland. So schätzen Rentenexperten, dass maximal 20 bis 25% des Volumens in Deutschland landen werde. Entsprechend ist die Anleihe, wie bereits auch ähnliche Instrumente in Frankreich und Italien, an die europäische Inflation gekoppelt.