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Schwerpunkt Alternative Asset Klassen, 2. Teil „Hedgefonds“

Aktuell wird über Hedgefonds sehr kontrovers diskutiert. Ein genauer Blick auf die Asset Klasse macht dennoch Sinn.

Keine Frage, die Asset Klasse Hedgefonds hat in den vergangenen Jahren einen unglaublich rasanten Aufschwung erlebt. So hat sich beispielsweise das investierte Volumen in Hedgefonds in den letzten fünf Jahres auf rund eine Billion US-$ mehr als verdoppelt und einzelne Fonds konnten mit exzellenten Returns auf sich aufmerksam machen. Nicht zuletzt verfügen nun auch deutsche Institutionelle Anleger aufgrund der investmentrechtlichen bzw. versicherungsaufsichtsrechtlichen Zulassung die Möglichkeit sich intensiv mit der Asset Klasse Hedgefonds auseinanderzusetzen. Doch welche Hedgefonds-Strategien gibt es und für welche Anleger macht ein Investment Sinn?

Wie schon Private Equity, so ist auch das Thema „Hedgefonds“ alles andere als eine homogene Asset Klasse. Je nach Investmentstil können Hegefonds ihrem Namen tatsächlich recht nahe kommen, also Absicherungsstrategien fahren, bzw. auf der anderen Seite über Long-/Short-Strategien eher riskant agieren. Weitere wichtige Strategien, die genannt werden müssen, sind dabei Convertible Arbitrage, Zinsarbitrage, Managed Futures, Event-Driven, Global Macro sowie Short Selling.

Für welche Strategien bzw. Selektion sich der Anleger entscheidet, hängt dabei stark vom Rendite-/Risikoprofil bzw. auch Know-how, des Anlegers bzw. seines Consultants, ab. Nach der Erfahrung von Institutional Investment stecken dabei noch weit mehr Institutionals mit ihren Anlageerfahrungen in Sachen Hedgefonds in den Kinderschuhen, als die aktuelle Diskussion vermuten lässt. So erklärte ein Anleger aus dem Bereich Versicherungen gegenüber unserem Medium: „Wir haben noch immer viel zu wenig Know-how, um uns auf direktem Weg oder aber auch mit größeren Positionen am Markt zu engagieren“.

Womit viele Interessierte ebenfalls Probleme haben dürften, sind die vielfach überzogenen Renditeerwartungen, die aufgrund verschiedener Performances in der Vergangenheit an die gesamte Asset Klasse gerichtet werden. Tatsächlich liegen die Renditevorstellungen meist noch immer im zweistelligen Bereich, wenn es in Gesprächen um Hedgefonds geht. Eine gewisse Realitätsnähe dürften dabei allerdings die Ergebnisse der Branche in den letzten Quartalen gebracht haben.

Bleibt die Frage der Auswahl der richtigen Hedgefonds bzw. Dachfondslösungen. Wichtig auf Einzelfondsebene ist dabei die Qualität der Manager. So ist es für Investoren sehr wichtig, über die Track-Records der einzelnen Manager im Rahmen einer Selektion genau bescheid zu wissen. Netzwerke und Marktkenntnisse können dabei sehr unterstützen. Dazu hilft meist ein umfangreicher Kriterienkatalog, auf dem die Anlageentscheidung basieren sollte.

Grundsätzlich sind Hedgefonds ein sehr sinnvolles Vehikel zur Diversifikation der Anlagen. Obwohl Investoren die vielfach noch überzogenen Rendite-Erwartungen wohl noch zurückschrauben müssen, können Hedgefonds erheblich zum Anlageerfolg beitragen. Gerade in volatilen und ungemütlicheren Marktphasen sind sie ein probates Mittel zur erfolgreichen Umsetzung von Anlagestrategien. Wichtig ist gerade in dieser heterogenen Asset Klasse, die getroffenen Anlageentscheidungen regelmäßig zu überdenken.