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Portfoliooptimierung mit derivativen Instrumenten

Viele Anleger – gleich ob private oder institutionelle – kennen das Phänomen. Oft wird am Ende einer Hausse gekauft und aufgrund fehlender Sicherungsinstrumente dann am Tiefpunkt ein Engagement wieder glattgestellt. Zunehmend kommen allerdings optionsbasierte Strategien ins Spiel, die dazu geeignet sind, das dahinter stehende menschliche Naturell aus Gier (Kaufen im Endstadium einer Hausse) und Angst (Verkaufen am Tiefpunkt) zu glätten. Idealerweise sollte dies natürlich im Ergebnis asymmetrisch sein, sprich eine gute Absicherung unter Inkaufnahme relativ geringerer Zuwächse in einer Haussephase.

Grundsätzlich, so Christian M. Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter bei der auf derivative Lösungen spezialisierten Io Capital Partners GmbH, Frankfurt, werde aktuell zwar viel am Markt über den Einsatz derartiger Instrumente gesprochen, dennoch sei noch nicht viel konkretes damit passiert. Gerade die relativ stabile Aufwärtsentwicklung an den Aktienmärkten bis zu diesem Sommer trug dazu ein übriges bei, ergänzt sein Kollege Hans Jörg Niederreuther. Doch gerade jetzt, in der zunehmend volatiler werdenden Marktumgebung, sei ein zunehmendes Interesse zu verzeichnen, so Fischer und Niederreuther einstimmig. Per Saldo hätten institutionelle Anleger noch immer Schwierigkeiten mit dem Einsatz von Derivaten, da einfache – aber intuitive – derivative Strategien häufig mit Opportunitätskosten verbunden sind, die bei einer Bewertung der Strategie im Vordergrund stehen. Für die komplexere systematische Integration derivativer Strategien in Fondskonzepte, die diese Überlegungen ins Kalkül ziehen, lassen die vielfältigen Aufgaben im Asset Management bisher kaum Raum, so Fischer.

Tatsächlich liegen die Vorteile einer Nutzung auf der Hand. So kann die Zyklik aus dem Markt bzw. aus einem entsprechenden Exposure herausgenommen werden. Entsprechend ist eine wesentlich bessere Risikosteuerung möglich. Gerade in Zeiten niedriger Rentenrenditen, so Niederreuther, bestehe durch den Einsatz angepasster Optionsstrategien die Möglichkeit, die Aktienquote deutlich höher zu fahren, ohne extremes Risiko einzukaufen.

Ein Beispiel für die Umsetzung eines solchen Konzeptes ist der AMB Generali Euroland Protect Io Fonds, bei dem Io Capital Partners als Berater agiert (KAG: AMB Generali Asset Managers). Ziel des Fonds ist hierbei, die Rendite des Aktienmarktes im Euroraum zu erzielen und dabei gleichzeitig den möglichen Verlust innerhalb eines Kalenderjahres auf ca. 10 bis 15% zu begrenzen. Betrachtet man die Strategieergebnisse des Fonds (die offizielle Auflegung war am 2. November 2005), so ist dies bislang gelungen. So wurden in den Jahren 2002 und 2003 Verluste von 8,9% und 8,6% eingefahren, bei einer negativen Entwicklung des zu Grunde liegenden Dow Jones EuroStoxx 50 von immerhin 20,2% bzw. 37,3%. In positiven Aktienjahren wie z.B. 3003 wurde die Jahresperformance des Index (15,68%) fast vollständig repliziert (15,46%). Vergleicht man die Performance-Charts von EuroStoxx 50 und dem Fonds, so ist durchaus von einer Art „sophisticated“ Indexfonds zu sprechen. So fehlen dem Fonds in „bullishen“ Jahren die Performance-Spitzen des Index, auf der anderen Seite ist die Rückschlagsgefahr in schlechten Börsenjahren deutlich reduziert. Hierfür, so Fischer, sorgt ein komplexes Optionsmodell. So erfolgt beispielsweise die Absicherung über den Kauf von Index-Putoptionen, wobei die langfristige Finanzierung der aufgewendeten Sicherungskosten über einen Marktphasen adaptiven Verkauf von Calloptionen auf die Einzelaktien des Fonds vorgenommen wird.

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<link http: www.io-capital.com>

www.io-capital.com