Der Fondsfrauen Award hat sich zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der deutschsprachigen Finanzbranche entwickelt. Bei der diesjährigen, achten Ausgabe verzeichnete das Karrierenetzwerk mit mehr als 430 Nominierungen einen neuen Rekord. Im vergangenen Jahr waren 280 Vorschläge eingereicht worden.
Die deutlich gestiegene Beteiligung unterstreicht aus Sicht der Initiatorinnen, dass die Themen Gleichstellung und berufliche Entwicklung von Frauen in der Finanzindustrie weiterhin hohe Aufmerksamkeit erfahren.
„Dass so viele Menschen ihre Nominierungen mit Überzeugung und Leidenschaft begründet haben, zeigt, wie groß der Bedarf ist. Gleichberechtigung bleibt ein Thema, das die Branche bewegt, gerade in anspruchsvollen Zeiten“, erklärte Anne Connelly, Mitgründerin der Fondsfrauen.
Union Investment als Company of the Year ausgezeichnet
Die Auszeichnung Company of the Year ging in diesem Jahr an Union Investment. Gewürdigt wurde insbesondere, dass das Unternehmen Diversity und Inclusion sowohl innerhalb der eigenen Organisation als auch nach außen konsequent sichtbar macht.
Neben Union Investment standen Deka und Janus Henderson Investors auf der Finalistenliste.
Katarina Melvan ist Woman of the Year
Als Woman of the Year wurde Katarina Melvan ausgezeichnet. Sie ist Head of Asset Servicing und Niederlassungsleiterin Deutschland bei BNY.
Die Jury würdigte damit eine Führungspersönlichkeit, die nach Angaben der Fondsfrauen maßgeblich an einem bedeutenden Geschäftsabschluss in der Branche beteiligt war.
Mit Alexia Giugni von DWS und Nicole Grützmacher von FERI waren zwei weitere erfahrene Managerinnen für die Auszeichnung nominiert.

Premiere: Bob Schaminé erhält den Role Model Award
Eine Besonderheit gab es in der Kategorie Role Model of the Year: Erstmals in der Geschichte des Fondsfrauen Awards wurde ein Mann ausgezeichnet.
Bob Schaminé, Group Head, Global Depositary Bank Entities bei CACEIS, erhielt den Preis für sein Engagement bei der Förderung und Vernetzung von Frauen über Ländergrenzen hinweg.
Die Fondsfrauen setzen damit bewusst ein Zeichen dafür, dass die Förderung von Chancengleichheit nicht allein eine Aufgabe von Frauen ist. Auch männliche Führungskräfte können durch aktives Engagement, Mentoring und die Unterstützung weiblicher Karrieren einen wichtigen Beitrag leisten.
Weitere Finalistinnen waren Lisa Backes von Hauck & Aufhäuser und Nadine Tanzmeister von DWS.

Dr. Lisa Herr überzeugt als Fund Manager of the Year
Mit Dr. Lisa Herr von Quoniam Asset Management wurde eine Portfoliomanagerin ausgezeichnet, deren Investmentstrategie im vergangenen Jahr erheblich an Volumen gewonnen hat.
Die quantitative Europa-Aktienstrategie der Managerin konnte ihr Fondsvolumen innerhalb eines Jahres auf 1,84 Mrd. Euro verdreifachen.
Die Auszeichnung Fund Manager of the Year verbindet damit die Anerkennung einer erfolgreichen Investmentstrategie mit der Sichtbarkeit von Frauen in verantwortlichen Positionen des Portfoliomanagements.
Ebenfalls nominiert waren Jennifer Nerlich von Allianz Global Investors und Madeleine Ronner von DWS.

Emma Schwarz als Rising Talent geehrt
Der Preis Rising Talent ging an Emma Schwarz von der DekaBank. Sie ist als Trainee im Bereich Digital-Assets-Infrastruktur tätig und engagiert sich zugleich im Frauennetzwerk der Deka für mehr Gleichstellung.
Mit dieser Kategorie rücken die Fondsfrauen bewusst Nachwuchskräfte in den Mittelpunkt, die bereits früh in ihrer Karriere Verantwortung übernehmen und sich über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus für die Branche engagieren.
Zu den weiteren Finalistinnen gehörten Jenny Franke von DWS und Mirjam Haab von Marsh.

Mehr Sichtbarkeit für Frauen in der Finanzbranche
Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 haben sich die Fondsfrauen zu einem Netzwerk mit mehr als 6.000 Frauen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz entwickelt.
Mit dem seit 2019 vergebenen Award wollen die Initiatorinnen nicht nur herausragende Leistungen würdigen, sondern zugleich berufliche Vorbilder sichtbar machen und den Austausch über Karrierechancen und Gleichstellung innerhalb der Finanzindustrie fördern.
Die unabhängige Jury setzt sich aus den drei Gründerinnen Anne Connelly, Anke Dembowski und Manuela M. Fröhlich sowie Hans Heuser von FONDS professionell, Maren Schmitz von KPMG und Prof. Dr. Alexandra Niessen-Ruenzi von der Universität Mannheim zusammen.
Die diesjährige Preisverleihung zeigt dabei auch die Bandbreite des Engagements: von institutionellem Asset Servicing und Portfoliomanagement über unternehmensweite Diversity-Initiativen bis hin zur Förderung des Branchennachwuchses.
Mit dem Nominierungsrekord und der erstmaligen Auszeichnung eines männlichen Role Models setzen die Fondsfrauen zugleich zwei Akzente für die weitere Entwicklung ihres Netzwerks.
Fondsfrauen Award 2026: Fünf Auszeichnungen und ein neuer Nominierungsrekord
