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Lazard AM ordnet Führung in der DACH-Region neu – Kai Jennert übernimmt als CEO

Langjähriger Insider folgt auf Andreas Hübner – institutionelles Geschäft bleibt zentraler Wachstumstreiber

Kai Jennert (Bildrechte: Lazard Asset Management)

Lazard Asset Management hat die Führung seines Geschäfts in Deutschland und Österreich neu geordnet. Seit dem 1. Mai 2026 verantwortet Kai Jennert als Chief Executive Officer (CEO) die Aktivitäten in beiden Märkten. Er folgt auf Andreas Hübner, der das Unternehmen über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg maßgeblich aufgebaut und geprägt hat.

Mit der Ernennung setzt Lazard auf Kontinuität aus den eigenen Reihen. Jennert ist bereits seit 2011 für den Asset Manager tätig und gehörte zuletzt als stellvertretender CEO der Geschäftsführung an. Künftig wird er zusätzlich im Verwaltungsrat der Schweizer Einheit vertreten sein und damit seine Verantwortung in der gesamten DACH-Region ausweiten.

DACH-Region bleibt strategisch wichtig
Für Lazard Asset Management kommt die Neuaufstellung in einer Phase, in der internationale Asset Manager ihre Präsenz im institutionellen Geschäft in Kontinentaleuropa weiter ausbauen. Gerade Deutschland und Österreich gelten für globale Anbieter als strategisch relevante Märkte – insbesondere aufgrund des hohen institutionellen Anlagevolumens bei Versicherungen, Versorgungswerken, Pensionskassen und Stiftungen.

Lazard Asset Management zählt weltweit zu den etablierten aktiven Asset Managern und verwaltet ein Vermögen im dreistelligen Milliardenbereich. Das Haus ist insbesondere für fundamentale Aktienstrategien, globale Makro- und Fixed-Income-Ansätze sowie thematische Investments bekannt. Im institutionellen Geschäft setzt Lazard traditionell auf langfristige Kundenbeziehungen und aktive Investmentstrategien mit hohem Research-Anteil.

Gerade im aktuellen Marktumfeld gewinnt dieser Ansatz wieder an Bedeutung. Nach Jahren niedriger Zinsen und stark indexgetriebener Kapitalflüsse rücken aktive Risikosteuerung, Selektivität und fundamentale Analyse wieder stärker in den Fokus institutioneller Investoren.

Kontinuität statt Strategiewechsel
Die Ernennung Jennerts signalisiert dabei weniger einen Kurswechsel als vielmehr die Fortsetzung der bestehenden Wachstumsstrategie. Chris Hogbin, CEO von Lazard Asset Management, verweist auf Jennerts „tiefes Verständnis unserer Kunden, unserer Investmentplattform und der regionalen Märkte“.

Der neue CEO selbst betont insbesondere die Bedeutung des bestehenden Fundaments. Andreas Hübner habe den Standort „mit großem unternehmerischem Engagement aufgebaut und entscheidend gestaltet“. Auf dieser Basis wolle man die Position in Deutschland und Österreich weiter ausbauen.

Hübner bleibt dem Unternehmen dabei weiterhin verbunden und wird künftig als Chairman das Wachstum des Kundengeschäfts in der DACH-Region begleiten.

Institutionelle Investoren im Fokus
Für institutionelle Anleger dürfte die personelle Kontinuität ein wichtiges Signal sein. In einem Marktumfeld, das von höherer Volatilität, geopolitischen Risiken und einem strukturell veränderten Zinsregime geprägt ist, gewinnen stabile Ansprechpartner und langfristige Investmentphilosophien wieder an Bedeutung.

Gleichzeitig intensiviert sich der Wettbewerb im institutionellen Asset Management weiter. Internationale Häuser konkurrieren zunehmend um spezialisierte Mandate – etwa in den Bereichen globale Aktien, Emerging Markets, thematische Strategien oder Fixed Income.

Entsprechend wichtig wird die regionale Verankerung. Lokale Marktkenntnis, regulatorisches Verständnis und enge Beziehungen zu institutionellen Investoren gelten zunehmend als entscheidende Erfolgsfaktoren im Vertrieb.

Fazit
Mit Kai Jennert übernimmt ein langjähriger Lazard-Manager die Führung in Deutschland und Österreich. Die Personalie steht für Kontinuität in einer strategisch wichtigen Region und unterstreicht den Anspruch des Hauses, seine Position im institutionellen Geschäft weiter auszubauen.

Für institutionelle Investoren zeigt die Entwicklung zugleich einen breiteren Branchentrend: Internationale Asset Manager investieren verstärkt in regionale Führungsstrukturen und lokale Präsenz – gerade in einem Marktumfeld, in dem Vertrauen, Stabilität und Beratungsqualität wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.